Am Berg verliert Zeit ihre Bedeutung. Tau auf den Wiesen, Kühle im Wald, Licht, das lange bleibt. Der Tag beginnt ohne Dringlichkeit: ein Fenster offen, erdiger Kräuterduft in der Luft, Weite vor den Augen. Schritte werden zu Gedanken. Pausen entstehen von selbst. Der Bergsommer fordert nichts und gibt doch viel zurück. Die Tage werden lang, das Licht weich, die Natur gibt den Takt vor. Sommerwärme liegt über den Almen, das Summen der Bienen im Klee begleitet jeden Schritt. Und plötzlich ist sie da: eine Einfachheit, die trägt.
Dem Rhythmus
des Berges folgen

Ein Sommer ganz bei sich



Ein Tag im eriro
06:00 - UNTERWEGS AUF STILLEN PFADEN
Der frühe Aufbruch lohnt sich. Gemeinsam mit dem Guide geht es zur Sonnenaufgangswanderung. Schritt für Schritt der Sonne entgegen und plötzlich beginnt es: Erste Strahlen klettern über den Bergkamm, langsam, geduldig. Durchs Fernglas zeigen sich Gemsen in den Felswänden. Dazu hausgemachte Kleinigkeiten und belebender Kräutertee. Wärme auf der Haut. Neugierige Kühe am Weg. Ein stilles Einverständnis: gut, genau jetzt hier zu sein. Schauen, atmen, spüren.
08:30 - BARFUSS DURCHS GRAS
Zurück am Haus liegt eine seltene Klarheit in der Luft. Ein Atemzug, ein Schritt von der Terrasse auf die noch feuchte Wiese. Wiesenblumen öffnen sich, der Duft steht schwer und erdig im Morgen. Bienen sind bereits unterwegs, das Summen wird zum Grundton. Der Himmel weit. Die Gipfel ruhig, wie seit Anbeginn. Kein Mensch weit und breit.
09:00 - FRÜHSTÜCK OHNE EILE
Im ezzan: frisches Brot, handgeschlagene Butter von den Alm-Mitbewohnern, selbstgemachte Marmeladen. Obst, im Tal gepflückt. Hausgemachtes Granola, Sauerteigbrot aus dem Ofen. Der Blick verliert sich im Grün der Wiesen und im meditativen Klang der Kuhglocken.
10:00 - MÜSSIGGANG
Der Körper war schon unterwegs. Eine angenehme Nachwärme bleibt und mit ihr die Erlaubnis, nichts zu müssen. Ein Nickerchen. Ein gutes Buch. Oder einfach auf der Terrasse sitzen und dem Tag zusehen. Während Bergwanderer am Haus vorbeiziehen, entsteht diese ruhige Gewissheit: das Wichtigste ist bereits passiert. Wolken ziehen über den Wald, das Wetter wird zum stillen Begleiter.
13:00 - MITTAG
Irgendwann regt sich der Hunger. Ein leichter Sommersalat. Knödel, wie sie sein sollten. Vielleicht ein Stück Kuchen - eine Buchtel. Es ist Urlaub. Was draußen wächst, wird drinnen verwandelt: das Pflänzchen vom Wegesrand, jetzt auf dem Teller. Nährend, schlicht, genau richtig.
15:00 - MIT DEM MOUNTAINBIKE DURCH DIE WEITE
Am Nachmittag zieht es noch einmal hinaus, während andere bereits ins Tal müssen, bleibt oben Zeit. Mit dem Mountainbike über Almwege, durch Waldpassagen, bergauf und bergab. Bewegung ohne Druck, der Blick offen.
Und dann: ein Bergsee. Eiskalt, klar, belebend. Himmelblau, Bergwiesengrün. Eintauchen, treiben lassen, die Wärme des Tages von der Haut nehmen. Das Prickeln spüren. Der Berg spiegelt sich im Wasser. Danach: auf einem Stein trocknen, in einen Apfel beißen. Die Sinne wach wie selten.
17:00 - ANKOMMEN & REGENERATION
Es zieht in den Spa. Das leise Blubbern des Wassers, schwere Augenlider auf den Liegen. Im Heuraum auf Klangliegen - noch einmal schweben, als würde der Berg weitertragen. Draußen Grandeur, drinnen Ruhe.
19:30 - ABENDESSEN IM EZZAN
Auf der Terrasse wird das Licht goldener. Der Tag klingt aus mit einer Küche, die den Bergsommer erzählt: reduziert, ehrlich, verwurzelt. Und vor allem: nährend.
21:00 – Dämmerung
Die Hitze weicht, Grillen zirpen. Der Himmel wird zum großen Kino. Alpenglühen: die Zugspitze taucht in ein tiefes Rot. Ein Schauspiel, das bleibt. Ein Glas kühler österreichischer Weißwein an den Lippen. Ein Tag, der nichts wollte und doch alles gegeben hat.










